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Die Gründung der Allianz SE
„Als Associate bei Shearman & Sterling hatte ich das Glück dabei zu sein, als die Kanzlei die Allianz AG bei ihrer Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europea – SE) beriet. Die SE-Gründung erfolgte durch Verschmelzung einer italienischen Tochtergesellschaft auf die Allianz, die damit die erste deutsche börsennotierte SE sein wird.
Die Transaktion war in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich – und gerade dadurch auch wieder typisch für die gesellschaftsrechtliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling. Mehr als ein Dutzend Anwälte aus allen deutschen sowie dem Büro in Rom haben daran über mehrere Monate gearbeitet.
Vier Aspekte machten die Transaktion gerade aus Sicht der Associates einzigartig: Da war zunächst das juristische Neuland, das unserem Team nahezu auf Schritt und Tritt begegnete. Es ging nicht nur darum, Probleme zu lösen, sondern auch – und das war ungleich spannender – darum Problemfelder zu erkennen, die noch von keinem Kommentar und keinem Aufsatzverfasser thematisiert wurden. Hinzu kam zum zweiten die Team-Erfahrung aus der Zusammenarbeit über Standort- und Ländergrenzen hinweg; die Übergänge von Büro zu Büro und von Land zu Land sind praktisch nahtlos. Drittens steht die Transaktion für eine ungemein komplexe Transaktionsdokumentation, die in drei Sprachen (deutsch, italienisch und englisch) auf viele hundert Seiten anwuchs. Hier den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für sich und ohne beste Englischkenntnisse überhaupt nicht zu bewältigen. Schließlich stand die Transaktion für den für die Arbeit bei Shearman & Sterling typischen interdisziplinären Ansatz. Denn auch der Rechtsanwalt musste sich hier in komplexe betriebswirtschaftliche, bilanzielle und bewertungstechnische Zusammenhänge hineindenken.
Fazit: Eine klasse Transaktion, bei der ich enorm viel gelernt habe!
Dr. Markus S. Rieder, LL.M. Partner
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